Nachlese zum Weltgebetstag 2014: Eindrücke aus (fast) aller Welt

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Geschmückter Altar in Peking

CHINA
Die Feier des WGT fand im kleinen Rahmen im Medienraum der Deutschen Schule in Peking statt. Ein buntgeschmückter Raum mit ägyptischen Bildern und ein leckeres Büffet wurden von den teilnehmenden Frauen gestaltet.

Der Altar war in fröhlichen Farben eingedeckt, 2 Ibisse, Papyrus und orientalische Kissen stellten den Bezug zu Ägypten da. Die Tische mit Postkarten des WGT und  einer Kopie des Briefes der Pfarrerin aus Kairo auf leuchtend blauen Tischtuch, kleinen Palmen und Ägyptischen Landesflaggen geschmückt. Wir haben einen fröhlichen Gottesdienst mit wunderbarer Musikbegleitung  von Keyboard, Gitarre, Geige, Klarinette, rhythmischen Instrumenten und Gesang, einer tollen Bauchtanzeinlage, sowie meinen Vortrag über Land und Leute in Ägypten erleben dürfen.

IMG_7546.PekingWGTDie überwiegend weiblichen Teilnehmerinnen des Abends nahmen die wenigen Herren gut in ihre Mitte auf.

Die Stimmung des Abends war locker und gelöst, die Frauen in Ägypten haben diesen Gottesdienst zu einem Erlebnis werden lassen. Das Interesse an Kairo und Ägypten wurde sicherlich mit diesem Abend bei den Besuchern und Teilnehmern rege geweckt.

Wir gratulieren der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Kairo, die meiner Familie 7 Jahre auch Teil unserer ägyptischen Heimat war, zum 150 jährigen Jubiläum aus dem Reich der Mitte. Möge die Kirche in Boulak noch lange ein Platz der Begegnung sein und im friedlichen Miteinander ein Ort der Besinnung. Hier haben wir leider keine so schöne Kirche wie in Boulak zu bieten. Dennoch sind Peking Gäste gerne eingeladen an den Gottesdiensten in der Deutschen Botschaft in Peking teilzunehmen. > Doris Wiegand-Großmann <

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Aufgetischt in Tokyo

JAPAN

Liebe Frau El Karsheh,

hier in Tokyo ist der Tag schon fast vorbei.

Wir hatten einen schönen ökumenischen Weltgebetstag in der Kreuzkirche unter Leitung von Frau Zieme-Dietrich und senden ein herzliches Dankeschön an die Frauen in Ägypten, die den Gottesdienst vorbereitet haben.

Im Gottesdienst haben wir aus Ihren persönlichen Eindrücken vom 14. Januar 2014 vorgelesen und uns so ganz aktuell mit Ihnen und Ihrer Gemeinde verbunden gefühlt. Vielen Dank für Ihre Schilderung der aktuellen Situation.

WGTTokyo

Im Sinne des Schlußliedes, „Kaum ist die Sonne uns entschwunden,/weckt ferne Menschen schon ihr Lauf,/ und herrlich neu steigt alle Stunden/ die Kunde deiner Wunder auf.“ wünschen wir allen Teilnehmern Ihres Gebetstages ein frohes Miteinander.

Frau Zieme-Dietrich richtet herzlichste Grüße aus und freut sich auf ein Wiedersehen im Sommer bei der Konferenz in Berlin.

Ihre Simone Göhner

MEXICO

Weltgebetstag 2014 in México-Stadt

Voller Vorfreude versammelten wir uns am Kircheneingang. Wir, das waren eine Truppe von Frauen aus unseren zwei deutschspachigen Gemeinden in México-Stadt: der evangelischen Heilig-Geist-Kirche und der katholischen Kirche Santo Tomás Moro, zusammen mit Pastor Marc Reusch und Kaplan David Bolaños. Die Kirche füllte sich immer mehr. Überall freudige Begrüssungen und Umarmungen. Festtagsstimmung.

Die Glocken läuteten. Die Orgel setzte ein. Wir schritten zum Altar und nahmen unsere Plätze ein. Vor dem Altar floss der Nil in einer mächtigen blauen Stoffbahn. Etliche Fische und sogar ein kleines Krokodil tummelten sich in seinem Wasser. Das Ufer, grün und saftig. Dahinter die weite gelbe Wüste.

Gottesdienst in Mexico-City
Gottesdienst in Mexico-Stadt am Nil

Und der Nil und seine Bewohnerinnen erzählten uns ihre spannende Geschichte, untermalt von vielen schönen Liedern.

Nach dem Gottesdienst wartete eine liebvoll gedeckte Tafel auf alle Gäste. Viele unserer Frauen hatten sich an ägyptische Rezepte herangewagt. Die Gottesdienstbesucher nahmen die Einladung gerne an, und es wurde noch lange geplaudert und zusammengesessen. Und immer wieder die Aussage: das war ein schöner Gottesdienst!

Ein schöner Gottesdienst: die Inhalte und die Musik waren ansprechend und spannend. Hierzu einen herzlichen Dank dem ägyptischen WGT-Komitee, das die Gottesdienstordnung erarbeitet hat.

Ein schöner Gottesdienst: es ist immer etwas Besonderes, wenn unsere zwei Kirchen einen ökumenischen Gottesdienst gemeinsam feiern. Wir sind ja zusammen die deutschsprachigen Christen in México, und uns verbinden viele Freundschaften und Gemeinsamkeiten.

Ein schöner Gottesdienst: er war sehr gut besucht. Im Vorfeld des Gottesdienstes wurde pragmatisch entschieden, dass wir den Gottesdienst an einem Sonntag feiern wollen, und nicht am weltweit üblichen Freitag. Die Erfahrung des Vorjahres hat gezeigt, dass ein Freitags-Gottesdienst so gut wie nicht besucht wird. Die Lebens- und Verkehrsverhältnisse in México-Stadt entmutigen viele, sich noch an einem Freitagnachmittag in Bewegung zu setzen. 

Ja, ich denke, ein schöner und gelungener Gottesdienst! Möge unser Herr Segen aus ihm wachsen lassen, so wie das Nilwasser in der Wüste.

Mit herzlichen Grüssen

Helena Brandl

 

DEUTSCHLAND

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Informiert beten – betend handeln.

WELTGEBETSTAG 2014

Wasserströme in der Wüste“

Noch nie war für mich ein WGT-Land so aktuell wie diesmal Ägypten! Seit Januar 2011 war das Land am Nil immer wieder in den Schlagzeilen mit ermutigenden wie erschreckenden Nachrichten.

Das Motto des Weltgebetstages „informiert beten – betend handeln“ forderte uns daher besonders auf, direkten Kontakt in Hamburg zu suchen, um persönlich erfahren zu können, wie es in diesen Umbruchszeiten den Christen dort im Besonderen und den Frauen im Allgemeinen geht.

Welche Fügung war es da, dass sich Andrea Busse und Axel Matyba für viele Kontakte, Vorträge und Gottesdienste gerne anfragen ließen! Und nicht nur der Saal der Petrikirche war bei Anne Zakis Vortrag im Februar überfüllt!

Ebenso konnte der Seminarraum der Universität die vielen Interessierten kaum aufnehmen, die im Januar Julia Gerlachs Vortag über die ägyptische Revolution hören wollten.

Womit kann der Durst der Ägypterinnen nach fairen Lebensmöglichkeiten gestillt werden?
Ihre Vision ist auch unsere Hoffnung- das biblische Bild der „Wasserströme in der Wüste“ möge für Ägypten und die Welt wieder lebendig werden!

Das bedeutet nicht nur, Wasser wert zu schätzen, es verantwortlich und nachhaltig zu nutzen. Es geht vielmehr um eine Erneuerung allen Leben und um eine gerechte Teilhabe von Frauen an Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Mitgestaltung.

Und wir in Deutschland müssen uns selbst fragen: Wodurch kann unsere spirituelle Dürre neu belebt werden?

Die Frau am Brunnen bat Jesus: Gib mir lebendiges Wasser!

In dieser Geschichte begegnen sich ein Mann und eine Frau über kulturelle, soziale und religiöse Grenzen hinweg. Sie reden miteinander und sie lernen voneinander. Sie kommen sich näher und erkennen sich selbst. Sie begegnen sich am Brunnen des Lebens.